Massage - 7 Techniken gegen Schmerzen - human-mobility

Massage

 

​Sich ausstrecken und entspannen, während gut geschulte Hände sanft den Körper massieren. Eine Massage bedeutet Wellness für Körper und Geist. Doch sie vermag noch vieles mehr zu leisten. In der Physiotherapie wird sie gezielt zur Lösung von Verspannungen und zur Schmerzbehandlung eingesetzt. Massage bedeutet Körperarbeit. Zahlreiche Techniken bedienen sich ihrer heilsamen Wirkung, die sch​on vor Jahrtausenden entdeckt wurde.

​Wie der Artikel zu lesen ist und was Dich erwartet

​Du kannst den Artikel von oben nach unten lesen und dich generell über Massage informieren. Oder du pickst dir eine der Kapitel aus dem Inhaltsverzeichnis heraus, die dich ganz besonders interessieren. Es gibt in jedem Kapitel tolle Dinge zu lernen, viel Spaß dabei!

​Folgende spannende Inhalte erwarten Dich:

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    ​Zunächst kannst Du in einem Schnelltest deine Körperwahrnehmung prüfen
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    ​Wir klären Dich über die interessante Geschichte der Massage auf
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    ​Lerne die vielfältige und positive Wirkung der Massage  kennen
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    ​Staune über die Vielfalt unterschiedlicher Massagetechniken​
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    ​Lerne erste Massage Grundgriffe für Zuhause

​​Selbstbeobachtung zur Bedeutung
der Massage in Deinem Alltag

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    ​ Du hast mehrere Stunden am Computer verbracht und Dein Nacken schmerzt:
    Was tust Du?
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    ​a)  Ich nehme eine Schmerztablette.​
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    ​b) ich tue nichts.
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    ​c) Ich versuche, den Verspannungsschmerz durch sanftes Massieren zu lindern.​
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    ​Beim Joggen verspürst Du einen plötzlichen Muskelschmerz in der Wade.
    Wie reagierst Du?
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    ​a)  Ich nehme eine Schmerztablette.​
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    ​b) Ich akzeptiere den Schmerz und reagiere nicht.
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    ​c) Ich versuche, durch sanften Druck den Muskel zu entspannen.

Meist berühren wir intuitiv die Körperstellen, die schmerzen und versuchen uns durch sanftes Massieren, Drücken oder Kneten eine rasche Erleichterung zu verschaffen. Massage ist natürliche erste Hilfe, die wir auch intuitiv beim Anderen anwenden, wenn wir z.B. nach einem anstrengenden Arbeitstag den verspannten Nacken des Freundes oder der Freundin mit einer Partnermassage überraschen. Oder wenn wir ein weinendes Kind mit Streicheln trösten. Berührungen bieten körperliche und seelische Entspannung.

Übrigens: Hast Du Dich zweimal für a) entschieden, solltest Du vielleicht prinzipiell den Umgang mit deinem Körper überdenken. Bei einer Vorliebe für b) sei gesagt: Du kannst selbst Deinem Körper viel Gutes tun!

Über diese Selbstversuche hinaus haben wir für Dich auch einen richtigen Beweglichkeitstest mit vielen weiterführenden Informationen vorbereitet. Er wird Dir noch mehr Aufschluss über die Vorteile von Massage & Co. geben.


​Die Geschichte der Massage

Die Geschichte der Massage ist so alt wie die der Medizin. Besser gesagt, ist sie vermutlich die älteste Heilkunst der Welt. Sie gilt als die Urform der Behandlung unterschiedlichster Erkrankungen.

​Massage in der Frühzeit

Ab 500 v.Chr. finden Sich unter anderem bei den Griechen und Ägyptern Massage-Rituale, meist in Verbindung mit Kräutern und Ölen. In China geht die Geschichte noch weiter zurück. Bereits 2700 v.Chr. wird die Massage als eine von vier medizinischen Behandlungsformen genannt. Hippokrates, Urvater der Mediziner, sah die Massage 400 v.Chr. als die "Kunst des Streichens", die jeder Arzt beherrschen sollte. 500 Jahre später unterschied der Gladiatorenarzt schon zwischen 18 unterschiedlichen Massagetechniken.

Die Zeiten haben sich gar nicht so sehr gewandelt. Die Athleten der Olympischen Spiele hatten damals schon ihren eigenen Sportmasseur für vor und nach den Wettkämpfen.

Im Mittelalter entwickelte sich die Massage zur Heilmethode. Die Kirche rückte sie damals jedoch in den Bereich des Übernatürlichen und Teuflischen. Einige Heilkundige bezahlten die Anwendung der Massage mit dem Tod. Doch im 16. Jahrhundert wurde die Massage wieder als seriöse Heilmethode rehabilitiert. Der Chirurg Ambroise Paré setzte mit großem Erfolg verschiedene Massagetechniken zur besseren Wundheilung nach Operationen ein. Die französischen Fachbegriffe erinnern heute noch an seine Behandlungen.

​Entwicklung der Massage in den vergangenen zwei Jahrhunderten

Um 1800 erreichte der aus Schweden stammende Gymnastiklehrer Per Henrik Ling, dass die Massage von der Schulmedizin anerkannt wurde. Schweden nahm eine Vorreiterrolle in der Massage-Ausbildung ein. Deswegen wird die klassische Massage auch als Schwedische Massage bezeichnet.

Gleichzeitig begann die Wissenschaft, die Wirkung der Massage zu erforschen. Die Massage entwickelte sich von der bloßen Behandlungstechnik zur medizinischen Spezialwissenschaft. 1893 erschien ein Ärztebuch mit den fünf grundlegenden Handgriffen der Massage: Kneten, Streichen, Erschütterungen, Reiben und Klopfen.

1914 wurde das "Lehrbuch der Massage" veröffentlicht. Hartmann beschäftigte sich in den zwanziger Jahren mit knotigen Veränderungen in der Unterhaut, den Gelosen. Diese Veränderungen wirkten sich seiner Meinung nach auf die Organe aus und es sei nachlässig, sie nicht mit Massagen zu behandeln. Nach und nach enstanden zahlreiche Massagetechniken.

Um 1920 entwickelten Physiotherapeuten die Bindegewebsmassage sowie die Massage der oberflächlichen Lymphwege, heute als Lymphdrainage bekannt. Immer mehr etablierte sich die Massage als Therapieform zahlreicher Erkrankungen. Ihr Einfluss auf die Organe wurde vielfach beschrieben. Besonders hob sich die Wirkung in der Schmerzbehandlung hervor. Oft werden Massage und Krankengymnastik kombiniert.

​Wirkungsweisen der Massagetechniken

Ein französischer Diplomat, der im 17. Jahrhundert am königlichen Hof in Siam (heute Thailand) weilte, schrieb einst:

Erkrankt jemand in Siam, lässt er von einer geübten Person seinen Körper von oben bis unten mit trampelnden Füßen bearbeiten.

Mit anderen Worten ausgedrückt: Die erste Reaktion auf Krankheit war, den Patienten einer intensiven Ganzkörpermassage zu unterziehen.

​Wirkungsweisen und Kontraindikationen

So groß wie die Vielfalt der Massagetechniken ist auch die Bandbreite der Wirkungsweisen. Massage kann unter anderem Folgendes bewirken:

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    ​Schmerzlinderung
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    ​Lösen von muskulären Verspannungen
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    ​Verbesserung der Wundheilung
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    ​Senkung der Pulsfrequenz und Blutdruck
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    ​wirkt auf das vegetative Nervensystem
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    ​steigert lokal die Durchblutung
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    ​entspannt  Haut und Bindegewebe
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    ​verbessert den Zellstoffwechsel im Gewebe
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    ​löst Verklebungen und Narben
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    ​reduziert Stress und fördert die psychische Entspannung

Bei gewissen Erkrankungen sollte örtlich begrenzt oder allgemein auf Massagen verzichtet werden. Entzündungen, Fieber, Herzerkrankungen oder Geschwürbildungen wären zum Beispiel sogenannte Gegenanzeigen (Kontraindikationen) für Massagen.

In jedem Fall ist es immer besser, wenn Du Dich bei vorliegenden Erkrankungen mit dem Arzt Deines Vertrauens und Deinem Physiotherapeuten bzw. behandelndem Masseur ausführlich besprichst. Die Vorsichtsmaßnahmen, wann eine Massage nicht angewendet werden sollte, sind auch abhängig von der verwendeten Methode und der Intensität der Massagebehandlung.

​​Von wirksamen Händen und Hilfsmitteln

Der Masseur setzt Hände (manuell), Arme, bei manchen Massageformen sogar den ganzen Körper ein. Hilfsmittel wie Noppenbälle, Bürsten oder ein Wasserstrahl sollen den Behandlungseffekt steigern. Verschiedene Massagegeräte verbinden die Wirkungen von mechanischen Reizen mit Wärme-, Strom- oder Lichtenergie. Die Anwendung von Kräutern und Ölen verstärkt den ganzheitlichen Effekt für Körper, Seele und Haut.

Die Massage dient in Besonderem der Entspannung, indem sie Muskelblockaden löst und die Beweglichkeit der Gelenke verbessert. Verstärkt wird der Effekt durch die Kombination mit gymnastischen Übungen. Durch die durchblutungsfördernde Wirkung der Massage werden die Organe besser mit Sauerstoff versorgt.

Massierende Hände machen Narbengewebe elastischer und können gestaute Flüssigkeit im Gewebe beseitigen (Lymphdrainage). Der mechanische Reiz des Massierens wird über die Nervenbahnen und das Bindegewebe an die Muskeln und Organe weitergeleitet. Dadurch können Schmerzen erfolgreich unterdrückt oder sogar ausgeschaltet werden.

Eine Massage wirkt aber nicht nur beruhigend auf Schmerzen, sondern auch auf das vegetative Nervensystem. Es   entspannt die Psyche und beeinflusst daher positiv das allgemeine Wohlbefinden des Menschen.

Massagegeräte helfen, wann ​DU es willst

​​Nebenan findest du unsere Empfehlungen für Massagegeräte, falls Dein Partner gerade nicht zur Verfügung steht oder der Masseur zu teuer wird.

​​Behandlung der Myogelose

Schmerzhafte Verhärtungen der Muskel, die sich als Knoten oder Wulst ertasten lassen, bezeichnet man als Myogelose. Sie entstehen entlang der Muskelfasern. Die Myogelose verursacht meist erhebliche Schmerzen und schränkt die Beweglichkeit ein. Bei chronischen Schmerzpatienten wird häufig eine Myogelose festgestellt.

Verursacht werden die Schmerzen durch eine Entzündung und lokale Stoffwechselveränderungen im Muskel. Myogelose kann die Folge einer Grunderkrankung sein oder als einziges Symptom auftauchen. Um einer Myogelose vorzubeugen, empfiehlt es sich, auf seine Körperhaltung und regelmäßige Bewegung zu achten. Zur Behandlung der Myogelose werden neben Schmerzmedikamenten und Krankengymnastik auch Akupunktur, Chiropraktik und Massagen eingesetzt.

​​Massagetechniken zwischen Schulmedizin
und alternativen Behandlungsmethoden

Die Massage schafft es, die Schulmedizin und alternative Heilmethoden aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) zu vereinen. Sie findet sich im medizinischen Bereich wieder und ist aus Wellness und Spa nicht mehr wegzudenken. In den eigenen vier Wänden kommt häufig auch ein Massagegerät wie zum Beispiel die Massagematte oder das Fußmassagegerät zum Einsatz.

Nach Operationen und Erkrankungen des Bewegungungsapparates wird die Massage in der Physiotherapie in Verbindung mit der klassischen Krankengymnastik eingesetzt. Alternativmedizinische Techniken werden inzwischen sowohl von klassischen Physiotherapeuten als auch von einschlägig ausgebildeten Fachkräften angewendet.

​​Lymphdrainage

Neben dem Einsatz physikalischer Reize wie Wärme, Druck oder Bewegung findet sich auch die Lymphdrainage im Repertoire der klassischen Physiotherapie. Sanft wird mit kreisförmigen Massagen der Lymphfluss aktiviert. Flüssigkeiten werden aus dem Gewebe abgeleitet. Weniger Spannung ist die Folge. Gewebe und Zellstoffwechsel normalisieren sich wieder, wodurch es zu einem schnelleren Heilungsprozess kommt und die Schmerzen verringert werden.

Die Lymphdrainage wird bei rheumatischen Symptomen, Migräne, Atemwegserkrankungen und zur Schmerzlinderung eingesetzt. Um geschwollene Körperregionen zu entlasten, wird die Lymphdrainage auch bei entfernten Lymphknoten und traumatologischen Erkrankungen angewendet.

Thai Massage​

Als ältestes überliefertes Heilsystem wird die Traditionelle Thai Massage (TTM) bis heute praktiziert. In Thailand wird sie auch als "Nuad Phaen Boran" oder kurz"Nuad" bezeichnet, übersetzt so viel wie "uralte, heilsame Berührung". Ursprünglich stammt die Thai Massage von einem indischen Arzt, der heute noch als Urvater der Medizin in Thailand hoch angesehen ist.

Der Arzt Jivaka traf auf den Buddha Siddharta und sie gründeten gemeinsam ein Gesundheitszentrum. Sein reicher Erfahrungsschatz und viele Jahre intensiver Meditation ließen ihn ein medizinisches System entwickeln, das vier Säulen umfasste: Massage, Ernährung, Naturmittelheilkunde und spirituelle Praktiken.

Später gelangten seine medizinischen Behandlungen über die Wandermönche auch zur ländlichen Bevölkerung. Es entstanden zwei Stile: der "königliche" im Kloster und der "schamanische", der in den Familien von Generation zu Generation weitergegeben wurde.

Massage

​Thai Massage | (c) William Casey - fotolia.de

​Yoga für Faule

Viele Thai-Masseure praktizieren gleichzeitig Yoga und empfehlen dies auch ihren Patienten. Die Thai Massage wird auch als "passives Yoga" oder scherzhaft "Yoga für Faule" bezeichnet, da der Masseur den Patienten in Yogastellungen positioniert, ohne dass sich der Patient selbst anstrengen muss. Diese fernöstliche Heilkunst verbindet Massage mit Akupressur, Dehnung, Bewegung und Meditation. Dein Körper wird gelockert, gedehnt und sanft bewegt. 

Die Thai Massage ist eine Form der Körpertherapie. Sie löst Verspannungen und lindert Schmerzen im Kopf-, Schulter-, Nacken- und Rückenbereich. Durchblutung und Stoffwechsel werden angeregt. Die Thai Massage hilft bei Schlafstörungen und Verdauungsstörungen. Sie wirkt auch stressreduzierend. Die Körperwahrnehmung und die Beweglichkeit werden verbessert. Die Thai Massage wirkt ganzheitlich und nachhaltig.

​Shiatsu Massage

Die Shiatsu Massage stammt aus Japan und ging aus der traditionellen chinesischen Massage hervor. Shiatsu bedeutet zu Deutsch "Fingerdruck". Es wird jedoch bei der Shiatsu Massage der ganze Körper eingesetzt. Der Masseur arbeitet mit seinem eigenen Körper und versucht eine energetische Beziehung zu seinem Patienten herzustellen. Meist wird Shiatsu auf einer Matte praktiziert. Der Patient liegt entspannt am Boden.

Ziel ist, die Lebensenergie Qi wieder ungestört fließen zu lassen. Diese Energie wird über die Energieleitbahnen (Meridiane) durch den ganzen Körper geleitet. Kommt es zu einem Energiestau, sind psychische und körperliche Beschwerden die Folge.  

​Das Prinzip der Shiatsu Massage

Auf der Haut befinden sich Punkte für jeden Meridian. Das Prinzip ist ähnlich wie bei der Akupunktur, Akupressur oder der Thai Massage. In der Shiatsu Massage werden diese Punkte bearbeitet. Neben den üblichen Wirkungen stimuliert die Shiatsu Massage auch das autonome Nervensystem und wirkt beruhigend oder anregend, je nachdem, was der Patient zum Ausgleich braucht.

Shiatsu ist eine sanfte Massagetechnik und kann täglich angewendet werden. Sie eignet sich als reine Entspannungsmassage und auch als Partnermassage. Mit einem speziellen Shiatsu-Massagesitz oder einer Massagematte kannst Du Deinen Rücken zuhause auch ganz allein entspannen!

​Fußreflexzonenmassage

Gearbeitet wird an den Füßen, doch behandelt wird der ganze Körper, der ganze Mensch. Der amerikanische Arzt William Fitzgerald begründete um 1900 diese Technik, die auf Erkenntnissen aus der Schulmedizin und der indianischen Volksmedizin beruht. Seiner Lehre nach sind alle Körperteile miteinander verbunden. Er teilte den Körper in Zonen ein.

 Jede Körperzone findet sich am Fuß wieder. Der Fuß ist sozusagen die Landkarte des Körpers und seiner Beschwerden. Die Fußreflexzonen spiegeln den gesamten Körper wieder. Die Fußreflexzonenmassage arbeitet mit Druckmassagen am Fuß. Wird am Fuß gedrückt, wird die entsprechende Körperzone aktiviert. Die Zehenspitze steht zum Beispiel mit dem Gehirn in Verbindung.

Vor allem Physiotherapeuten, Heilpraktiker und Masseure wenden die Fußreflexzonenmassage an. Diese Methode aktiviert die Selbstheilungskräfte. Zahlreiche Erkrankungen können mit der Fußreflexzonenmassage behandelt werden.

Gelenkschmerzen, Schlafstörungen, Migräne, Verdauungsbeschwerden, Durchblutungsstörungen und viele andere Beschwerden können mit ihrer Hilfe gelindert werden. Die Fußreflexzonenmassage wird ebenso vorbeugend (präventiv) eingesetzt. Sie verbessert den allgemeinen Gesundheitszustand. 

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​Fußreflexzonenmassage | (c) vladimirfloyd - fotolia.de

​Durchführung der Fußreflexzonenmassage:

Vor dem Beginn der Fußmassage sollte der Massierte bequem liegen und eine angenehme Wärme in den Füßen verspüren. Anfangs werden die Füße mit den Händen umschlossen und mit den Daumen ein bis zwei Minuten lang ausführlich durchgeknetet. Die Zehen werden einzeln geknetet und nach vorne und hinten gebeugt. Achte darauf, dass die Bewegung entspannt und schmerzfrei ist. 

Nun kannst Du mit der Bearbeitung der Fußreflexzonen starten. Nimm Dir nicht zu viele Fußreflexzonen Punkte vor! Anhand der Landkarte der Fußreflexzonen wählst Du eine gewünschte Zone aus und drückst sie 5 bis 30 Sekunden lang mit Deiner Daumenkuppe.

Beginne zum Beispiel mit dem Nackenpunkt, der sich unter der großen Zehe befindet. Die Fußmassage ist eine gute Möglichkeit für eine gegenseitige Partnermassage. Achte darauf, dass die Ausübung des Drucks für den Massierten immer angenehm bleibt!

Quelle: bodyzone.ch

Video zur Fußreflexzonenmassage

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​​Ölmassagen

​Ayurveda Massage

Die Ayurveda Massage blickt auf 5000 Jahre Geschichte zurück. Ihr Ziel ist die Harmonie von Körper, Seele und Geist. Ayurveda ist eine indische Heilkunst, die den Menschen ganzheitlich betrachtet und auch ganhzheitlich zu heilen versucht. Ayurveda dient der Aktivierung der Selbsheilungskräfte und der Erhaltung der Gesundheit bis ins hohe Alter.

Regelmäßige Ayurveda-Behandlungen reinigen den Körper und stärken das Nervensystem. Nach Erkrankungen beschleunigen sie die Genesung. Die Ölmassage erhöht die Geschmeidigkeit und die Widerstandsfähigkeit der Haut. Eine regelmäßige angewandte Ayurveda Massage trägt zur Verjüngung bei.

Sie entgiftet, verbessert den Lymphfluss, stärkt das Gewebe und entspannt Körper und Geist. Die Ölmassage verbessert den Schlaf und hilft bei Stress und Erschöpfung. Wahlweise wird die Ölmassage als Ganzkörpermassage oder für ausgewählte Körperregionen wie Gesicht, Kopf, Rücken oder Fuß angewandt.

​Hot Stone Massage

Die Hot Stone Massage ist eine Ölmassage mit glatten, heißen Steinen. Der sanfte Druck der Steine macht die Muskeln geschmeidig. Die Steine werden auf etwa 50 Grad erhitzt. Mit der Hot Stone Massage wird besonders das vegetative Nervensystem angeregt, wodurch Entspannung und Stress reguliert werden.

Die TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) verwendetete diese Basaltsteine, um die Energiebahnen des Körpers anzuregen. Die Hot Stone Massage wird als Ganzkörpermassage durchgeführt.

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​Hot Stone Massage | (c) Vojtech Vlk - fotolia.de

​Akkupressur

Die Akupressur entwickelte sich aus der Akupunktur. Sie stellt eine weitere Technik der TCM dar. Bei der Akupressur wird im Gegesatz zur Akupuntur nicht mit Nadeln, sondern nur mit Fingerdruck auf die Akupressurpunkte gearbeitet. Es werden unterschiedliche Techniken wie Reiben, Streichen oder Kneten verwendet. Kennst Du die Akupunkturpunkte, kannst Du die Akupressur auch gut selbst anwenden. Jede chinesische Massage arbeitet mit Meridian und freiem Fluss der Körperenergie.

​Selbstversuch der Akupressur:

 
Leidest Du unter Kopfschmerzen, suche den Punkt in der Daumenbeuge zwischen Zeigefinger und Daumenbeuge und drücke ihn etwa fünf Minuten lang. Spüre nach, ob und wie sich der Schmerz verändert hat.

​Triggerpunktmassage

Triggerpunkte sind schmerzhafte kleine Muskelknoten. Triggerpunkte verursachen nicht nur lokal Schmerzen, sondern sie können auch entfernte Körperstellen beeinflussen und dort Schmerzen hervorrufen. Etwa 80 bis 90 % aller Schmerzsyndrome gehen auf diese Triggerpunkte zurück. Diese Schmerzen werden als myofasziales Schmerzsyndrom zusammengefasst. 

An jedem der 600 Muskeln können Triggerpunkte entstehen. Sie führen nicht nur zu Schmerzen, sondern auch zu Bewegungseinschränkungen. Taubheitsgefühle, Schwäche oder Kribbeln können die Folge sein. Die Triggerpunktbehandlung versucht, durch starke Druckmassagen eine Entspannung der Muskelfasern zu erreichen.

Ursachen der Triggerpunkte können sowohl einseitige Belastungen als auch Überanstrengung sein. Weiters können chronische Fehlhaltungen oder anhaltende psychische Belastung und Bewegungsmangel zu chronischen Schmerzen führen.

​Massage für Deine Gesundheit

Gönne Dir regelmäßig eine Wellness Massage und Dein Körper wird Dir dankbar sein. Ein Wellness Wochenende mit einer Relax Massage lässt Dich so manchen Alltagsstress vergessen. Oder wie wäre es mit einer exotischen Lomi Lomi Massage, der hawaiianischen Tempelmassage, bei der Dich zwei Therapeuten gleichzeitig verwöhnen?

Du kannst ein Wellness Wochenende auch mit einer Paarmassage verbinden. Gehörst Du zur sportlichen Sorte, kann eine Sportmassage Deinem Körper entspannenden  Ausgleich zur intensiven Beanspruchung bieten. Stattest Du Dein Zuhause mit einer Massagematte, einer Akupressurmatte oder einem anderen Massagegerät aus, kannst Du die wohltuenden Wirkungen der Massagetechniken auch zuhause genießen.

Eine Faszienmassage holst Du Dir mit einer Faszienrolle nach Hause. Verklebtes Bindegewebe (Faszien) ist oft für diverse Schmerzen verantwortlich. Damit Du auch fit für die Partnermassage bist, folgen ein paar Einsteigertipps.

​Einfache Massage-Grundgriffe zum Einstieg:


Natürlich geht nichts über eine fachmännisch durchgeführte Massage oder ein entspannendes Wellness Wochenende. Da ein Masseur jedoch nicht immer griffbereit ist, sind ein paar Grundbegriffe für zuhause, für die Partnermassage, sehr nützlich. Der Rücken und der Nacken sind die am häufigsten unter Verspannungen leidenden Körperteile.

Um beim Partner nichts falsch zu machen, ein paar Tipps für die sanfte Rücken- Nackenmassage (nach Geschmack auch als Ölmassage anzuwenden):

  • 1
    ​Arbeite nicht auf, sondern entlang der gesamten Wirbelsäule. Mit etwas Druck streichst Du mit den Handflächen von der Wirbelsäule aus zur Seite. Du lockerst so die seitlichen Rückenmuskeln. Nimm Dir Zeit und arbeite Dich sanft von oben nach unten und wieder zurück.
  • 2
    ​Nun wird es etwas intensiver. Mit den Fäusten bearbeitest Du die Muskeln mit Druck links und  rechts entlang der Wirbelsäule. Beginne wieder oben und richte die Intensität nach den Bedürfnissen Deines Partners. Zum Abschluss streichst Du mit geöffneten Händen von unten nach
    oben.
  • 3
    ​Jetzt wird behutsam der Nacken massiert, das besondere Sorgenkind unter den Verspannungen! Dafür verwendest Du am besten Deine Fingerkuppen, die mit kreisenden Bewegungen links und rechts der Halswirbel massieren. Erspürst Du kleine Verspannungen, versuche sie sanft weg zu massieren.

Inzwischen weiß man, dass Körper und Geist untrennbar miteinander verbunden sind. Alles, was Deine Psyche und Dein allgemeines Wohlbefinden stärkt, wirkt sich auch positiv auf Dein körperliches Wohlbefinden und Deine Immunabwehr aus und umgekehrt.

Regelmäßige Wellness mit Massagen ist eine Möglichkeit, Deine körperliche und geistige Beweglichkeit zu erhalten und Schmerzen vorzubeugen oder sie zu behandeln. Denn Schmerzfreiheit und Beweglichkeit bedeuten Lebensqualität.

Was bedeutet das alles für Dich?

Du kennst nun die Geschichte und unterschiedlichste Massagetechniken. In unseren Augen ist es sehr wichtig, dass Du die Grundgriffe ausprobierst. Sprechen Dich die Massagetechniken an? Mit diesen Hilfsmitteln und Online-Kursen wirst Du bald keinen Masseur mehr benötigen und kannst Deinen Partner selbst verwöhnen.

​Massagegeräte

​Wenn du deine Füße, Hände, Rücken oder Nacken massieren willst, solltest du dir diese ​Alternativen einmal ansehen. Das Massagegerät für den Fuß erfordert lediglich 3 Minuten täglich, um die erwünschten Effekte zu erzielen. Bei den Massagegeräten für den Nacken und für den Rücken musst du nichts tun und es massiert dich immer, wenn du willst - dein Partner vielleicht nicht​!

Online-Kurs

Du möchtest tiefer in die Thematik zum Massieren einsteigen? Das Wellnessheimstudium International (WHI) ist deutschsprachiger Marktführer im Bereich professioneller Massage-Lernvideos.
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​Viel Spaß und Erfolg mit ​Deinen neuen Erkenntnissen - bleibe beweglich!

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